Wann kommen die ersten Medikamente auf Resveratrol-Basis?

Januar 21, 2009 at 7:12 nachmittags (Gesundheit, Pierre Mack) (, , , , , , , )

Meines Wissens nach Arbeiten momentan zwei Firmen an Medikamenten, die als Basis das Resveratrol Molekül (oder zumindest dessen Eigenschaft als Sirtuin-Aktivator besitzen) haben.

Resveratrol, ein Bestandteil von z.B. Rotwein dürfte viellen schon ein Begriff sein. Aufsehen erregte daß Molekül vor allem in der Altersforschung, da durch die Gabe von Resveratrol bei verschiedensten Organismen deren Lebensspanne verlängert werden kann. Dies vor allem dadurch, dass es Stoffwechselwege aktiviert, die auch bei der Calorienrestriktion wirksam werden.

Da die Wirksamkeitsstudien für ein allgemeines Medikament gegen das Altern wohl sehr lange wären, versuchen Elixir Pharmaceuticals und Sirtris Pharmaceuticals Sirtuin-Aktivatoren gezielt für bestimmte Alterskrankheiten auf den Markt zu bringen.  Unter anderem sollen entsprechende Medikamente einmal gegen Diabetes, Fettleibigkei, verschiedenste Krebs- und die Huntingtonkrankheit helfen. Während Elixir mit seinen Kandidaten noch in der Vorklinik steckt, haben bei Sirtris Pharmaceutical ein Kandidat schon die Phase IIa und ein weitere Phase I abgeschlossen.  Ich denke das Sirtris das Rennen machen dürfte, nicht zuletzt auch Dank des Geldes des Mutterkonzerns GlaxoSmithKline, von dem sie im April 2008 aufgekauft wurden.

Bleibt ab zu warten wie lange es tatsächlich noch dauert bis die ersten Medikamente auf den Markt kommen, und ob sie dann auch noch unsere gesunde Lebensspanne verlängern können, wird sich erst etliche Jahre nach der Markteinführung zeigen. Die Publicity ist den Medikamenten aber mit Sicherheit gewiß.

siehe auch:

Abnehmen mit Wein?
Rotwein gegen Grippe
Update Resveratrol
Zum Wohl!

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Auf dem Weg zur Unsterblichkeit?

November 22, 2008 at 8:11 vormittags (Gesundheit, Pierre Mack) (, , , , , )

Altern eine Krankheit oder ein in den genen verankerter Prozess? Gibt es eine genomische Lebensuhr? Viele Fragen über das Altern und die Alterskrankheiten sind noch nicht gelöst. Am wahrscheinlichsten werden an diesem Prozess mehrere der gängigen Theorien beteiligt sein.

Für eine dieser Theorien haben spanische Wissenschaftler nun einen weiteren Beweis erbracht. Nämlich für die Beteiligung der schützenden Telomer-kappen an den Enden der Chromosome. Ihnen ist es gelungen in Mäuse das Gen für das Telomerase produzierende Enzym TERT einzuschleusen und damit ihr leben zu verlängern.

Nur leider funktioniert das nicht bei jeder x-beliebigen Maus. Denn würde man einer normalen Maus Telomerase verabreichen würde damit auch das Risiko einer Krebsentwicklung stark erhöht, da sich schnell teilende Zellen nicht mehr durch die verkürzenden Telomere eleminiert würden.

Jedoch in genveränderten Mäusen, die verstärkt die Tumorsuppresoren p53, p16 und p19ARF ausschütten, erhöhte sich die Lebenszeit um 50%.

Bevor also Menschen in den Genuss eines längeren Lebens mit Hilfe von Telomerase kommen können, muss erst noch ein entsprechend potentes Anti-Krebs-Mittel zur verfügung stehen.

Bis dahin bleibt jedem nur seinen Telomerabbau durch sportliche Aktivität zu verlangsamen (s. Spiegel Online).

Quelle: heise Telepolis

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Violette Tomaten gegen Tumore?

Oktober 27, 2008 at 1:48 nachmittags (Gesundheit, Pierre Mack) (, , , , , , , )

Da lese ich doch heute morgen auf Spiegel online das Forscher mit einer neugezüchteten violetten Tomatensorte bei speziellen Labormäusen mit neigung zu Lymphknotentumoren die Lebenserwartung um 28 Prozent erhöhten. Bei Pulver aus normalen roten Tomaten blieb dieser Effekt aus. (Möglicherweise hat man hier ein wenig Öl vergessen das wichtig für die Aufnahme der in roten Tomaten enthaltenen Karotinoide ist.) Was ist nun der besondere Inhaltsstoff in den violetten Tomaten, auf den die Forscher ihre Hoffnungen setzen? Es handelt sich um Anthocyane.

Diese kommen jedoch auch schon in anderen Obstsorten in beachtlichen Mengen vor. Wieso also warten bis diese Tomate auf den Markt kommt, wenn man sich doch auch jetzt schon etwas gutes tun kann?

Lebensmittel Anthocyane in mg/ 100g Frischgewicht
Blutorangen 200
Brombeeren 115
Weintrauben (rot) 30 – 750
Schwarze Johannisbeere 130 – 400
Himbeere 10 – 60
Rotkohl 25
Rotwein 24 – 35
Heidelbeeren 80 – 420
Rote Zwiebeln 0 – 25

Quellen:

http://www.mri.bund.de/nn_1187686/SharedDocs/Publikationen/ka__pflanzenstoffe/Anthocyane,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Anthocyane.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Anthocyane

weitere Infos über die gesunden Heidelbeeren als Cholesterinsenker

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Nicht nur leerer Ballast

Oktober 15, 2008 at 7:19 nachmittags (Gesundheit, Pierre Mack) (, , , , , )

Eine weitere Studie, die uns nun bestätigt das man sich, schon mit der einen oder anderen Portion mehr Obst und Gemüse am Tag auf lange sicht etwas gutes tun kann. Pektin ein Polysaccharid das in zahlreichen Früchten und Gemüsen zu finden ist bindet das Eiweiß Galectin 3 an sich und kann somit die Krebsentstehung hemmen (http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/296470.html). Einen ähnlichen Schutzmechanismus vermuten die Forschen auch für den Ballaststoff Beta-Glucan welcher in Getreide und Pilzen Vorkommt. Beta-Glucan scheint auch einen positiven Einfluß auf das Immunsystem zu haben (http://www.medizin-aspekte.de/06/04/schoen_vital/arzneimittel.html).

Gehalt an Pektinen in Früchten (bezogen auf Frischgewicht):

  • Apfel 1–1,5 %

  • Aprikose 1 %

  • Kirsche 0,4 %

  • Orange 0,5–3,5 %

  • Möhren 1,4 %

  • Apfeltrester 15 %

  • Citrusschalen 30 %

Quelle: Wikipedia

Der Gehalt von Beta Glucan in Getreidekörnern beträgt 1-7 %, in höheren Pilzarten 10 – 30 %.


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