Dünger fürs Gehirn
Unter dieser Überschrift erschien dieser Tage ein Artikel bei Spiegel Online über die Auswirkungen unserer täglichen Nahrung auf unser wichtigstes Organ. Wenn man den Artikel dann durchschaut findet man mal wieder die üblichen Verdächtigen, nämlich:
- Omega-3-Fettsäuren, vor allem DHA, empfohlen wird mindestens 10g Fisch pro Tag (die besten Ergebnisse bei 75g) und die Verwendung von Rapsöl
- Polyphenole aus Beeren, Weintrauben und Rotwein
- Kurkuma
Alles also Stoffe die uns auch vor Krebs und Herzkreislauf- Erkrankungen schützen sollen. Wenn also so viele unterschiedliche Organsysteme von diesen Stoffen profitieren, sollten selbst die letzten Skeptiker umdenken und versuchen das eine oder andere ein wenig mehr in seinen Speiseplan zu packen.
Weiter liest man z.B. das in Deutschland in den vergangenen hundert Jahren der Fischkonsum (DHA) zurückgegangen ist während die Depressionsrate ständig stieg. Während in Japan, dass ja bekantlich einen sehr hohen Fischkonsum aufweist, dieses Leiden weiterhin sehr selten vorkommt.
Bei älteren Menschen fand man nach einer 12 wöchigen Kur, mit zwei Gläßern Blaubeersaft täglich, verbesserte kognitive Fähigkeiten.
Bei Mäusen fand man nach dreiwöchiger Gaben von Uridinmonophosphat, Cholin (aus Eiern) und DHA (aus Fisch) eine um 30 – 40% erhöhte Bildung von Synapsen.
Rotwein gegen Grippe
Spanische Forscher fanden in einer Studie an 4000 Teilnehmern heraus, das täglicher Rotweingenuß, daß auftreten von Schnupfen um bis zu 44% reduziert (menshealth). Auch findet sich eine Studie aus dem Jahre 2005 die Nachweist dass Resveratrol die Vermehrung von Grippeviren hemmen kann (menshealth, medizinauskunft, gesundheitsblog).
Na dann Prost!
Ein Gläßchen in Ehren
Sardinien ist eine Region der Welt in der die Menschen besonders lange, bei bester Gesundheit leben und dies trotz oder vielleicht doch eher wegen des täglichen Rotweinkonsums. Untersuchungen über den Polyphenol-Gehalt von verschiedenen Weinen kommen zu dem Schluß das die Weine auf Sardinien, ebenso wie in der französischen Region Gers, sehr hohe Werte der selben aufweisen. Insbesondere hohe Gehalte an Procyanidinen und gerade diese haben eine hohe Schutzfunktion auf das Epithel. Ursachen der hohen Gehalte scheinen die längere Kelterung (es werden mehr Polyphenole aus Schalen und Kernen gelöst), so wie eine besonders reichhaltige Traubenart, die Tannat-Traube.
http://www.welt.de/wissenschaft/article699022/Laenger_leben_mit_dem_richtigen_Rotwein.html