Auf dem Weg zur Unsterblichkeit?
Altern eine Krankheit oder ein in den genen verankerter Prozess? Gibt es eine genomische Lebensuhr? Viele Fragen über das Altern und die Alterskrankheiten sind noch nicht gelöst. Am wahrscheinlichsten werden an diesem Prozess mehrere der gängigen Theorien beteiligt sein.
Für eine dieser Theorien haben spanische Wissenschaftler nun einen weiteren Beweis erbracht. Nämlich für die Beteiligung der schützenden Telomer-kappen an den Enden der Chromosome. Ihnen ist es gelungen in Mäuse das Gen für das Telomerase produzierende Enzym TERT einzuschleusen und damit ihr leben zu verlängern.
Nur leider funktioniert das nicht bei jeder x-beliebigen Maus. Denn würde man einer normalen Maus Telomerase verabreichen würde damit auch das Risiko einer Krebsentwicklung stark erhöht, da sich schnell teilende Zellen nicht mehr durch die verkürzenden Telomere eleminiert würden.
Jedoch in genveränderten Mäusen, die verstärkt die Tumorsuppresoren p53, p16 und p19ARF ausschütten, erhöhte sich die Lebenszeit um 50%.
Bevor also Menschen in den Genuss eines längeren Lebens mit Hilfe von Telomerase kommen können, muss erst noch ein entsprechend potentes Anti-Krebs-Mittel zur verfügung stehen.
Bis dahin bleibt jedem nur seinen Telomerabbau durch sportliche Aktivität zu verlangsamen (s. Spiegel Online).
Quelle: heise Telepolis